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Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe –
Zweigstelle Pforzheim – und des Polizeipräsidiums Pforzheim
Nachtrag zu den Pressemitteilungen vom 03.05.und vom 05.05.2023
Wie bereits mitgeteilt, ist am späten Abend des 02.05.2023 in einer Pforzheimer Klinik ein Mann verstorben, nachdem es zuvor zu einem Brand in der dortigen Zentralen Notaufnahme gekommen war.
Nach den bisherigen Ermittlungen besteht der Verdacht, dass die Fixierung des Verstorbenen nicht richterlich angeordnet worden und daher rechtswidrig war. Zudem besteht der Verdacht, dass der Verstorbene nicht ununterbrochen überwacht wurde.
Die bisherigen Ermittlungen haben Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Brand in der Nähe des Verstorbenen ausgebrochen ist. Es besteht insoweit der Verdacht, dass der Verstorbene den Brand selbst verursacht hat.
Vor diesem Hintergrund hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim – ein Ermittlungsverfahren gegen insgesamt neun Bedienstete des betreffenden Klinikums eingeleitet, die nach bisherigen Erkenntnissen am Abend des 02.05.2023 an der Fixierung oder an der Betreuung bzw. Beaufsichtigung des Verstorbenen beteiligt waren. Es besteht insoweit zunächst der Verdacht der Freiheitsberaubung im Hinblick auf die erfolgte Fixierung. Inwieweit den Beschuldigten in diesem Zusammenhang ggf. auch der Tod des Verstorbenen strafrechtlich zuzurechnen ist, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Henrik Blaßies, Staatsanwaltschaft Karlsruhe – Zweigstelle Pforzheim
Ein 17-jähriger Tatverdächtiger hat sich am heutigen Tag der örtlichen Kriminalpolizei gestellt.
Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen griff der Jugendliche am Dienstagabend in die Kasse eines Discounters im Stadtteil Eutingen und entwendete Bargeld. Die Ermittlungen im Strafverfahren wegen Diebstahls und zur Identifizierung des zweiten Tatverdächtigen werden vom Haus des Jugendrechts fortgeführt.
Eine 44-jährige Rollerfahrerin erlitt bei einem Verkehrsunfall am Mittwochnachmittag bei Blankenloch leichte Verletzungen.
Ersten Feststellungen zufolge, fuhr eine 40-jährige VW-Fahrerin gegen 16:30 Uhr auf des Landesstraße 559 von Weingarten kommend in Richtung Blankenloch.
Kurz vor Blankenloch hielt die Frau am rechten Fahrbahnrand an, um anschließend zu wenden. Als sie wieder anfuhr, übersah sie offenbar eine in gleiche Richtung fahrende Rollerfahrerin und kollidierte mit dieser. Infolge des Aufpralls stürzte die Zweiradfahrerin und zog sich leichte Verletzungen zu, die in einem Krankenhaus behandelt wurden.
Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 14.000 Euro.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat sich ein bislang Unbekannter an einer Packstation am Ortsrand von Pfalzgrafenweiler mit Gewalt zu schaffen gemacht.
Der Unbekannte hebelte zwischen Dienstag, 20 Uhr und Mittwoch, 7 Uhr mehrere Fächer der Packstation in der Porschestraße auf und entwendete deren Inhalt. Die konkrete Schadenshöhe kann noch nicht beziffert werden.
Der Polizeiposten Pfalzgrafenweiler hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Rufnummer 07451 96-0 telefonisch beim Polizeirevier Horb zu melden.
Ein bislang Unbekannter hat in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch Werkzeug von einem Gelände am östlichen Ortsrand von Dettingen entwendet.
Neben einer Werkzeugkiste wurden von einem Grundstück in der Straße Degenau zwischen Dienstag, 19 Uhr und Mittwoch, 7:10 Uhr unter anderem auch ein Druckluftschlagschrauber und ein Akkuschrauber entwendet. Der Sachschaden beträgt etwa 1.400 Euro.
Die Ermittlungen werden vom Polizeirevier Horb geführt. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 07451 96-0 zu melden.
Ein offenbar betrunkener Motorradfahrer hat sich am Mittwoch gegen 16:30 Uhr bei einem Sturz von seinem Fahrzeug verletzt.
Der 62-jährige Fahrer einer Kawasaki befuhr die Büchenbronner Straße in Richtung Büchenbronn, als er verkehrsbedingt sein Fahrzeug abbremsen musste.
Hierbei fiel er von seinem Motorrad und zog sich leichte Verletzungen zu.
Ein während der Unfallaufnahme Atemalkoholvorstest ergab bei dem Motorradfahrer einen Wert von über zwei Promille.
Der Mann, der aufgrund seiner Verletzungen in einem Krankenhaus transportiert wurde, musste dort eine Blutprobe abgeben und sein Führerschein wurde einbehalten.
Er muss nun mit einer Strafanzeige aufgrund von Trunkenheit im Straßenverkehr rechnen.
Nach einem Raub zum Nachteil eines 87-jährigen Mannes am Mittwochnachmittag in Karlsruhe-Knielingen sucht die Kriminalpolizei nach Zeugen.
Ersten Erkenntnissen zufolge kehrte der Senior gegen 15:15 Uhr gemeinsam mit seiner Ehefrau von einem Einkauf zurück. Als er seinen Pkw in einem Garagenhof in der Itzsteinstraße abstellte, kam eine junge Frau auf ihn zu und bot zunächst ihre Hilfe beim Tragen der Einkäufe an. Dann riss die Unbekannte dem 87-Jährigen jedoch unvermittelt gewaltsam die Armbanduhr vom Handgelenk und flüchtete mit dem Diebesgut zu einem in der Nähe geparkten Pkw, in dem ein weiterer Mann saß. Anschließend fuhr das Fahrzeug in Richtung Annweiler Straße davon.
Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung der Polizei konnten das Fahrzeug und die Personen nicht mehr festgestellt werden.
Bei der Täterin handelt es sich laut Angaben des Tatopfers um eine circa 30 Jahre alte Frau. Sie sei etwa 168 bis 170 cm groß gewesen, habe dunkle Haare und dunkle Augen gehabt und sei mit einer dunklen Hose und einem beigefarbenen Oberteil bekleidet gewesen.
Der Fahrer des mutmaßlichen Fluchtfahrzeugs habe dunkle Haare gehabt.
Zeugen oder Hinweisgeber, die die Tat beobachtet haben oder Angaben zu den Personen oder deren Fahrzeug machen können, werden gebeten sich unter der Telefonnummer 0721 666-5555 mit dem Kriminaldauerdienst in Verbindung zu setzen.
Nach einem Verkehrsunfall am Mittwochnachmittag auf der Bundesstraße 28 bei Dornstetten sind zwei Personen verletzt worden.
Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen befuhr gegen 15:00 Uhr ein 19-jähriger Ford-Fahrer die Bundesstraße von Dornstetten kommend in Richtung Freudenstadt.
Zur gleichen Zeit befuhr ein 32-jähriger VW-Fahrer die Strecke in Richtung Dornstetten. Kurz vor dem Dornstettener Ortsteil Aach kam aus bislang nicht geklärter Ursache der Ford-Fahrer nach in links auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem entgegenkommenden VW. In der Folge wurden beide Pkw-Lenker schwer verletzt und wurden für weitere Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht.
An den beiden Pkw entstand jeweils wirtschaftlicher Totalschaden in Gesamthöhe von etwa 30.000 Euro. Beide Fahrzeuge müssen abgeschleppt werden.
Die Bundesstraße ist derzeit noch gesperrt. Die Bergungs- und Aufräumarbeiten dauern aktuell noch an.
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Polizeipräsidiums Karlsruhe:
Ein mutmaßlicher Betrüger ist am Dienstagnachmittag in Karlsruhe vorläufig festgenommen worden und befindet sich mittlerweile auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetruges in Untersuchungshaft.
Der 41-jährige polnische Staatsangehörige war im Rahmen eines in Bayern geführten Ermittlungsverfahrens in den Fokus der Beamten der dortigen Kriminalpolizei geraten. Nach Hinweisen auf seinen aktuellen Aufenthaltsort konnte der Verdächtige am Dienstag durch Beamte des Fahndungsdezernats der Kriminalpolizei Karlsruhe im Bereich des Durlach-Centers lokalisiert und vorläufig festgenommen werden.
Noch unbekannte Tatgenossen des Festgenommenen sollen einer 83-jährigen Geschädigten Ende Mai am Telefon vorgespiegelt haben, dass ein naher Angehöriger einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und nur gegen eine Kautionszahlung auf freien Fuß komme. Der Beschuldigte steht im Verdacht, bei dieser Tat als Geldabholer fungiert und an der Wohnanschrift der Geschädigten Geld- und Sachwerte im Gesamtwert von etwa 40.000 Euro entgegengenommen zu haben.
Ob der Beschuldigte auch noch für weitere gleichgelagerte Taten verantwortlich ist, ist Gegenstand der andauernden Ermittlungen.
Dr. Matthias Hörster, Staatsanwaltschaft Karlsruhe