Wir sind ein unabhängiger Blog, der die öffentlich zugänglichen Meldungen der Polizeidienststellen und Polizeibehörden erfasst und hier sortiert für deine Region unverändert wiedergibt.
Mehrere Personen, darunter auch Kinder, wurden am späten Samstagabend in einem Einkaufsmarkt in der Innenstadt mittels Reizgas verletzt. Vorausgegangen waren handgreifliche Streitigkeiten zweier Männer, bei welchem einer der beiden offensichtlich ein Pfefferspray einsetzte.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand gerieten gegen 23:20 Uhr ein 61-Jahre alter Mann und ein 20-Jähriger aus noch unbekannter Ursache innerhalb des Einkaufsmarktes in der Kaiserstraße in Streit. Als der Jüngere der beiden Kontrahenten den Markt verlassen wollte, versuchte der 61-Jährige ihn wohl daran zu hindern und versprühte Reizgas. Hierdurch wurden mehrere Kunden des Einkaufsmarktes sowie unbeteiligte Passanten auf der Straße in Mitleidenschaft gezogen und klagten in der Folge über Reizungen der Atemwege und der Augen sowie Übelkeit.
Beim Eintreffen der Polizei gaben sich bislang zwölf Personen als Verletzte zu erkennen. Sie wurden von mehreren alarmierten Rettungsdiensten vor Ort behandelt, teilweise waren weitere ärztlichen Untersuchungen in einer Klinik erforderlich.
Auch Einsatzkräfte der Polizei wurden bei den Maßnahmen aufgrund des Reizgases leicht verletzt; Dienstunfähigkeit trat nicht ein.
Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 61-Jährigen eingeleitet.
Bislang noch nicht festgestellte Zeugen oder weitere Geschädigte werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier KA-Markplatz unter 0721 666-3311 in Verbindung zu setzen.
Am Freitagabend driftet ein bislang Unbekannter mit seinem Pkw gegen ein Brückengeländer und richtet damit hohen Schaden an.
Der Autofahrer fuhr gegen 19:50 Uhr auf der Remigiusstraße in Richtung Horb. Am Abzweig zum Waagrain (Neckarbrücke) soll er sein Fahrzeug beschleunigt haben, um dann mit angezogener Handbremse einen sogenannte U-Turn durchzuführen. Dabei kollidierte er mit seinem rechten Heckteil an dem Brückengeländer und verbog dieses erheblich. Einige Stücke der Brücke bröckelten in den Neckar. Die Höhe des Sachschadens lässt sich noch nicht beziffern. Bislang ist nur bekannt, dass es sich um ein Fahrzeugmodel, ähnlich Jeep, handeln soll.
Das Polizeirevier Horb am Neckar hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die hierzu Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 07451 960 zu melden.
Nach dem Stand der bisherigen Ermittlungen haben sich erste Anhaltspunkte weiter verdichtet, dass sich die Kranflasche, an deren Haken auch die Transportgondel bei der Personenbeförderung befestigt war, an querlaufenden Drahtseilen verfing und das Kranseil letztendlich riss.
Derzeit liegen Hinweise auf ein menschliches Versagen vor. Gegen den 36-jährigen Kranführer, welcher am Unfalltag die Beförderung der Personengondel durchführte, wurde ein Strafverfahren wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet.
Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats Freudenstadt und der Staatsanwaltschaft Rottweil dauern an.
Benjamin Koch, Pressestelle des Polizeipräsidiums Pforzheim
Markus Wagner, Pressestelle der Staatsanwaltschaft Rottweil
Zwei verletzte Personen waren am Samstagnachmittag die Folge eines schweren Verkehrsunfalls auf der Landstraße 559 bei Eggenstein-Leopoldshafen.
Nach derzeitigen Erkenntnissen war ein 24-jähriger BMW-Fahrer gegen 16:00 Uhr auf der L559 in Richtung Leimersheim unterwegs. Auf Höhe des örtlichen Badesees verlangsamte er offenbar seine Fahrt, um nach links abzubiegen.
Zur selben Zeit näherte sich ein 27-jähriger Honda-Lenker aus gleicher Richtung, der zuvor mutmaßlich zwei Fahrzeuge überholt hatte. Der Motorradfahrer erkannte den Abbiegevorgang des BMW offenbar zu spät, sodass es zur Kollision kam. Der Zweirad-Fahrer stürzte und zog sich schwere Verletzungen zu.
Nach einer Erstversorgung vor Ort wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Der 24-jährige Pkw-Fahrer erlitt leichte Verletzungen.
Der entstandene Sachschaden wird auf rund 13.000EUR geschätzt.
Ein 38-jähriger Mann wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Oststadt von zwei Unbekannten auf offener Straße offenbar mit Pfefferspray angesprüht und ihm im Anschluss das Smartphone geraubt.
Nach derzeitigen Erkenntnissen saß der 38-Jährige gegen 23:30 Uhr auf einer Parkbank im Bereich des Gottesauer Platzes, als zwei unbekannte Männer auf ihn zukamen und zunächst nach Zigaretten gefragt haben sollen. Unmittelbar im Anschluss habe ein Täter dem Geschädigten mit einem mutmaßlichen Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Als der Angegriffene in die Buntestraße flüchtete, raubte einer der Männer das auf der Parkbank abgelegte Mobiltelefon des Geschädigten. In welche Richtung die mutmaßlichen Räuber nach der Tat gingen, ist derzeit nicht bekannt.
Ein Täter soll laut Beschreibung des Geschädigten etwa 20 Jahre alt gewesen sein. Er habe kurze dunkle Haare und eine Körpergröße von geschätzten 170 cm. Zur Kleidung ist lediglich bekannt, dass er zur Tatzeit ein weißes T-Shirt und eine Jeans trug. Der zweite Unbekannte hatte ebenfalls dunkle kurze Haare und soll etwas älter als sein Begleiter gewesen sein. Beide Täter sprachen wohl Russisch oder Ukrainisch.
Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen, konnten die Unbekannten nicht mehr festgestellt werden.
Ob die Tat im Zusammenhang mit einer kurz zuvor stattgefundenen gefährlichen Körperverletzung im Karlsruher Schlossgarten steht, wird aktuell von der Polizei geprüft. Hier sollen zwei Männer zwischen 22:00 Uhr und 23:00 Uhr einem 54-Jährigen nach der Frage nach Zigaretten ebenfalls unvermittelt mit einem mutmaßlichen Pfefferspray angesprüht haben. Anschließend soll einer der Täter dem Mann gegen die Rippen getreten haben und verletzte ihn hierdurch leicht. Die Männer sollen Russisch oder Ukrainisch gesprochen haben.
Zeugen oder Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0721 666-5555 mit dem Kriminaldauerdienst in Verbindung zu setzen.
Wie bereits berichtet, geriet am Samstagsabend ein Wohnmobil im Karlsruher Stadtteil Rintheim in Brand und brannte vollständig aus. Die 47-jährige Fahrerin wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Spezialklinik verbracht. Ein weitere im Fahrzeug befindliche Person konnte sich nicht mehr rechtzeitig befreien und verstarb noch am Ereignisort.
Nach aktuellem Stand der Ermittlungen handelt es sich bei der getöteten Person mutmaßlich um den 12-jährigen Sohn der Fahrerin.
Die 47-Jährige befindet sich weiterhin in einem kritischen Gesundheitszustand.
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern weiterhin an.
Eine freistehende Scheune mit Stallungen auf der Gemarkung Keltern ist am Sonntagnachmittag durch einen Brand vollständig zerstört worden.
Gegen 13 Uhr geriet eine Scheune zwischen Ellendingen und Dietlingen in Brand, hierbei wurde eine Person leicht verletzt. In dem Gebäude befanden sich zur Zeit des Brandausbruchs drei Pferde. Die Tiere konnten durch den Besitzer rechtzeitig ins Freie verbracht und gerettet werden. Neben den Pferden standen mehrere landwirtschaftliche Fahrzeuge und einige Autos in dem Gebäude. Die Scheune und die Fahrzeuge wurden durch den Brand vollständig zerstört. Nach derzeitigen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Brand durch einen Blitzeinschlag verursacht wurde. Der Schaden beläuft sich auf einen unteren sechsstelligen Betrag. Derzeit sind die Nachlöscharbeiten noch im Gange, hierzu befindet sich auch das THW im Einsatz. Die Feuerwehren der Abteilung Keltern und den angrenzenden Ortschaften waren mit starken Kräften vor Ort, ebenso war der Rettungsdienst und die Polizei in den Einsatz eingebunden.
Beim Brand eines Wohnmobils im Karlsruhe Stadtteil Rintheim kam am Samstagabend eine Person ums Leben. Eine 47-jährige Frau erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde in eine Spezialklinik verbracht.
Nach aktuellem Ermittlungsstand war die Frau gegen 18:30 Uhr mit einem zum Wohnmobil umgebauten Kleintransporter auf der Haid- und-Neu-Straße in östlicher Richtung unterwegs, als das Fahrzeug auf Höhe des Hirtenwegs aus bislang ungeklärter Ursache während der Fahrt in Brand geriet. Die Fahrerin konnte den Transporter noch am Fahrbahnrand anhalten, bevor das Fahrzeug in Vollbrand stand. Eine weitere im Fahrzeug befindliche Person konnte sich nicht mehr rechtzeitig befreien und verstarb noch vor Ort. Bislang konnte diese noch nicht identifiziert werden.
Darüber hinaus befanden sich insgesamt vier Hunde in dem Fahrzeug, von denen zwei gerettet werden konnten und zwei verendeten.
Da sich mehrere Gasflaschen in dem Wohnmobil befunden haben, bestand die Gefahr, dass diese aufgrund der hohen Hitzeentwicklung explodieren. Deshalb musste die Einsatzörtlichkeit weiträumig abgesperrt und der Verkehr umgeleitet werden. Weiter wurde der Schienenverkehr entlang der Haid-und-Neu-Straße zeitweise eingestellt.
Durch die Feuerwehr konnte der Brand zügig gelöscht werden, so dass es zu keiner Explosion der Gasflaschen gekommen ist.
Die Sperrungen konnten sukzessive bis um 0:00 Uhr aufgehoben werden.
Aufgrund der Sperrungen kam es vorübergehend zu Verkehrsbehinderungen im Bereich der Karlsruher Oststadt.
Die Kriminalpolizei Karlsruhe hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Das Polizeipräsidium Pforzheim war am 14. Juni 2025 zum Schutz der Versammlungen und Aufzüge mit mehreren hundert Kräften im Einsatz.
Auf dem Pforzheimer Marktplatz fand ab 12 Uhr eine stationäre Veranstaltung des CSD mit einer Auftakt- und Abschlusskundgebung statt. Kurz nach dem Beginn setzte sich ein Aufzug mit ca. 1300 Personen in Bewegung. Die etwa einstündige Parade führte über die Westliche-Karl-Friedrich-Straße, Leopold- und Zerrennerstraße, Jahnstraße, den Leopoldplatz mit Ziel Marktplatz. Die Veranstaltung und der Aufzug verliefen bis zum Berichtszeitpunkt durchweg friedlich und störungsfrei.
Eine zweite angemeldete Versammlung mit Aufzug (Motto: „Für traditionelle Werte und freie Meinungsäußerung, gegen Frühsexualisierung unserer Kinder“) startete gegen 12 Uhr am Waisenhausplatz mit einer Auftaktkundgebung. Die ca. 75 Teilnehmer setzten sich ab 13 Uhr in Bewegung. Diese nutzten hierbei die im Vorfeld festgelegte Wegstrecke über die Deimlingstraße, Schloßberg und Lindenstraße. Danach führte die Aufzugsstrecke zurück über die Park- und Östliche-Karl-Friedrich-Straße, nach Norden über die Deimlingstraße bis zum Ausgangspunkt am Waisenhausplatz. Hier trafen die Teilnehmer gegen 14:15 Uhr ein.
Eine weitere, unter dem Motto „Nazi-Demo stoppen – CSD Pforzheim schützen“ stehende Versammlung, war dem linken Spektrum zuzuordnen und begann mit rund 350 Personen gegen 11:30 Uhr in der Zerrennerstraße Höhe Lammstraße. Anfänglich gab es hieraus vereinzelt Provokationen zwischen diesen und den Teilnehmern des oben genannten zweiten Aufzugs. Gerade Kräfte der Polizeireiterstaffel und des Präsidiums Einsatz wurden eingesetzt, um die zu Teilen aufgeheizte Stimmung der beiden Lager zu beruhigen. Teilnehmer dieser Versammlung bewegten sich im weiteren Verlauf Richtung Innenstadt und Aufzugsstrecke. Hier kam es kurzzeitig im Bereich Östliche-Karl-Friedrich-Straße Höhe Schulberg und in der Deimlingstraße Ecke Am Waisenhausplatz zu Blockaden der Aufzugsstecke „Traditionelle Werte“ durch Gegendemonstranten. Um 13:45 Uhr erfolgte eine Sitzblockade. Wenig später wurden am Waisenhausplatz Absperrgitter auf der Straße umgeworfen.
Gegen 14 Uhr wurden im Bereich Zehnthofstraße/Am Waisenhausplatz Gegenstände aus einer Personenmenge heraus in Richtung der Aufzugsteilnehmer „Traditionelle Werte“ und Polizeikräfte geworfen. Nach derzeitigem Stand wurden hierbei keine Personen oder Einsatzkräfte verletzt. Zur Identitätsfeststellung war es erforderlich, über 100 Personen zu umschließen, um polizeiliche Maßnahmen zu treffen. Mobile Toiletten und Getränke wurden zu Verfügung gestellt. Die letzte Identitätsfeststellung war gegen 17 Uhr beendet. Wegen des Anfangsverdachts des Landfriedensbruchs wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Eine vierte Versammlung fand auf dem Leopoldplatz mit circa 20 Teilnehmern statt. Die fünfte Versammlung wurde in der Museumsstraße mit etwa 10 Teilnehmer abgehalten. Beide verliefen friedlich.
Für die Sicherheit aller Versammlungsteilnehmenden setzte das Polizeipräsidium Pforzheim, unterstützt vom Polizeipräsidium Einsatz und der Bundespolizei, mehrere hundert Kolleginnen und Kollegen ein. Darunter befanden sich beispielhaft Polizeidiensthundeführer, die Polizeireiterstaffel sowie Anti-Konflikt-Teams.
Nach derzeitigem Stand werden mehrere Strafverfahren, u.a. wegen des Anfangsverdachts des Landfriedensbruchs, Körperverletzung, Tätlicher Angriff, Diebstahl, Beleidigung und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.
Ein Versammlungsteilnehmer wurde leicht verletzt, als ein Polizeipferd auf dessen Fuß trat. Ebenso wurde ein wegrennender Teilnehmer leichtverletzt, welcher ohne Fremdeinwirkung stürzte.
Aufgrund der Versammlungen und Aufzüge wurde es erforderlich, temporär einzelne Straßen der Innen- und Nordstadt zu sperren. Es kam hierbei zu eher moderaten Verkehrsbehinderungen.
Die Zerrennerstraße war in der Zeit von 10 bis 17:30 Uhr gesperrt.
Die Einsatzleiterin, Leitende Polizeidirektorin Jennifer Lautensack zieht Bilanz: „Wir haben uns gut auf den polizeilichen Einsatz vorbereitet und hatten dabei verschiedene Szenarien im Blick. Während der Aufzug und die Veranstaltung des CSD friedlich verliefen, bildete sich im Rahmen der weiteren Demonstrationen teilweise eine dynamische Lage. Hieraus verübten einzelne Personen und Personengruppen Straftaten. Wir haben unmittelbar und gezielt reagiert und alle erforderlichen Maßnahmen für eine beweiskräftige Strafverfolgung getroffen. Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit insbesondere mit der Versammlungsbehörde der Stadt Pforzheim, dem Polizeipräsidium Einsatz und der Bundespolizei hat sich bewährt.“
Am Freitagabend kam es im Bereich der Autobahnausfahrt Pforzheim-Nord zu einem Unfall mit anschließender Vollsperrung und fünf leicht verletzten Personen.
Ersten Erkenntnissen zufolge befuhr kurz vor 21:30 Uhr ein 20jähriger VW-Crafter-Fahrer den mittleren Fahrstreifen auf der Autobahn 8 in Richtung Stuttgart. Möglicherweise aufgrund eines technischen Defekts am Fahrzeug kam er nach links von der Fahrbahn ab und prallte auf Höhe der Ausfahrt Pforzheim-Nord links gegen die Betongleitwand. Ein ihm folgender Porsche-Fahrer konnte eine Kollision nicht mehr vermeiden und fuhr auf den Transporter auf, wodurch dieser zur Seite geschleudert wurde.
Zur Unfallaufnahme sowie zur Beseitigung des Trümmerfeldes und für Reinigungsarbeiten musste die Autobahn für circa drei Stunden gesperrt werden. Es bildete sich ein Rückstau bis zu 6 km.
Der 47jährige Porsche-Fahrer, dessen 49jährige Beifahrerin sowie die beiden 12- und 15jährigen mitfahrenden Kinder wurden durch den Unfall leicht verletzt. Auch der Unfallverursacher kam leicht verletzt in ein Krankenhaus.
Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 85.000 Euro. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.
Die genaue Unfallursache ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.